STIHL: Neue Akkus - neue Sägen.
Share
ALLPRO setzt neue Maßstäbe
Akkuwerkzeuge verdrängen Benzingeräte auch im Profibereich zunehmend aus dem Tagesgeschäft. Mit dem neuen ALLPRO-Akkusystem präsentiert Stihl eine Plattform, die auf drei Kernversprechen setzt: mehr Leistung, längere Laufzeit und deutlich reduzierte Betriebskosten. Für professionelle Anwender lohnt ein genauer Blick auf die Zahlen.
Das ALLPRO-Akkusystem löst das bisherige AP-System ab und baut dennoch auf dessen Infrastruktur auf: Alle ALLPRO-Akkus sind rückwärtskompatibel mit AP-System-Geräten, was einen schrittweisen Umstieg ohne Komplettaustausch des Gerätebestands ermöglicht. Der entscheidende Unterschied liegt in der Zelltechnologie. Stihl setzt auf eine sogenannte Tabless-Technologie, bei der die Ableiter der Batteriezellen vollflächig kontaktiert werden statt über schmale Verbindungsfahnen. Das reduziert den inneren Widerstand, erhöht die Stromübertragungsrate und ermöglicht sowohl höhere Spitzenleistungen als auch schnelleres Laden. Gegenüber dem AP-System beziffert Stihl die Steigerung der Spitzenleistung auf 60 %, die Laufzeitverlängerung auf 20 %.

Drei Akkugrößen für unterschiedliche Einsatzprofile
Das ALLPRO-System umfasst drei Akkugrößen: den AP 100.0 P als kompakte Einheit für leichtere Arbeiten, den AP 200.0 P als mittlere Variante sowie den AP 300.0 P beziehungsweise AP 300.0 PC als leistungsstarke Option für anspruchsvolle Dauereinsätze. Die Buchstabenkombination „PC" steht dabei für eine Variante mit integriertem Kommunikationsmodul, das eine Zustandsüberwachung des Akkus ermöglicht. Für Anwender mit größeren Geräteparks ist diese Transparenz über den Ladezustand und die Akkugesundheit ein relevanter Faktor bei der Einsatzplanung.

Ladezeit als operativer Engpass – und wie ALLPRO ihn adressiert
Ein zentrales Argument gegen Akkusysteme im professionellen Einsatz war bislang die Ladezeit. Das neue Schnellladegerät AL 1802 MO lädt einen ALLPRO-Akku in neun Minuten auf 80 % – ein Wert, der die Nutzungspause im laufenden Einsatz erheblich verkürzt. Wer mit mehreren Akkus im Wechselbetrieb arbeitet, kann Standzeiten damit auf ein Minimum reduzieren. Die Halbierung der Ladezeit gegenüber dem AP-System ist dabei nicht nur ein technischer Fortschritt, sondern ein unmittelbar betriebswirtschaftlich wirksamer Parameter.
Langlebigkeit als Kalkulationsgröße
Stihl gibt für die ALLPRO-Akkus eine Lebensdauer von 3.000 Ladezyklen an. Bei täglichem Laden entspricht das einer Nutzungsdauer von mehr als acht Jahren – ein Wert, der die Akkukosten über den gesamten Lebenszyklus erheblich relativiert. In der Nachkalkulation von Lohnbetrieben, die Gerätekosten üblicherweise auf Stunden oder Einsatzflächen umlegen, verändert diese Kennzahl die Kostenrechnung spürbar: Der Akku wird nicht mehr als kurzlebiges Verschleißteil kalkuliert, sondern als langfristiges Betriebsmittel mit planbarer Abschreibungskurve.
Kostenvergleich: Akku gegen Benzin
Stihl legt einen direkten Kostenvergleich zwischen ALLPRO-Akkugeräten und vergleichbaren Benzingeräten vor. Demnach ergibt sich nach einem Jahr Betrieb ein Gesamtkostenvorteil zugunsten des Akkusystems von 3.328,60 €. Dieser Vorteil speist sich aus zwei Quellen: Erstens sind die Energiekosten für Strom pro Betriebsstunde deutlich niedriger als für Benzin. Zweitens entfallen beim Akkugerät typische Wartungspositionen wie Vergaserreinigung, Zündkerzen- und Luftfilterwechsel sowie Kraftstoffsystemwartung. Für Profis, die Geräte in Hochsaisons täglich und intensiv einsetzen, summieren sich diese Einsparungen schnell auf einen betriebswirtschaftlich relevanten Betrag. Entscheidend für die Kalkulation ist dabei, dass der Vergleich auf realen Betriebsstunden basiert und nicht auf Herstellerangaben unter Laborbedingungen.
Kompatibilität als strategische Entscheidung
Die Rückwärtskompatibilität mit dem AP-System ist für Betriebe mit bestehendem Gerätebestand ein wesentliches Argument. Sie ermöglicht es, ALLPRO-Akkus zunächst in neu angeschafften Geräten einzusetzen und parallel ältere AP-System-Geräte weiterzubetreiben, ohne in eine zweite Ladeinfrastruktur investieren zu müssen. Dieser modulare Übergang reduziert das Investitionsrisiko beim Systemwechsel und erleichtert die Budgetplanung über mehrere Saisons hinweg. Für Betriebe, die ihre Geräteflotte sukzessive erneuern, ist diese Kompatibilitätsstrategie ein relevanter Faktor bei der Beschaffungsentscheidung.
Fazit
Das ALLPRO-Akkusystem von Stihl adressiert die zentralen Einwände gegen Akkutechnologie im Profibereich gezielt: Leistung, Laufzeit und Ladezeit wurden gegenüber dem Vorgängersystem messbar verbessert, die Lebensdauer von 3.000 Zyklen macht den Akku zur kalkulierbaren Betriebsmittelgröße, und der belegte Kostenvorteil von über 3.300 € im ersten Betriebsjahr liefert eine belastbare Grundlage für die Investitionsentscheidung in Lohnbetrieben.
Kurz gesagt
-
ALLPRO-Akkusystem bietet gegenüber dem AP-System 60 % höhere Spitzenleistung und 20 % längere Laufzeit
-
Schnellladegerät AL 1802 MO erreicht 80 % Ladestand in neun Minuten
-
3.000 Ladezyklen entsprechen einer Nutzungsdauer von mehr als acht Jahren bei täglichem Laden
-
Gesamtkostenvorteil gegenüber Benzingeräten: 3.328,60 € nach einem Jahr Betrieb
-
Rückwärtskompatibilität mit AP-System ermöglicht schrittweisen Systemwechsel ohne Komplettinvestition

Durchforstungssäge mit Akku
Die Akku-Motorsäge MSA 260 C-O von Stihl ist mit einer Leistung von 2 kW Leistung bei unter 6 kg Gewicht eine ernsthafte Alternative zu benzinbetriebenen Modellen.
Die MSA 260 C-O bringt 2 kW Leistung auf die Waage und wiegt im Einsatz 5,99 kg. Damit bewegt sie sich in einem Gewichtsbereich, der für mehrstündige Arbeiten in der Durchforstung relevant ist. Das austauschbare Kettenrad erlaubt eine schnelle Anpassung an unterschiedliche Schnittaufgaben, die integrierte Ölpumpe versorgt die Kette automatisch. Die Bedienung erfolgt über ein digitales Bedienelement, das Betriebszustände und Einstellungen direkt am Gerät abrufbar macht. Die Säge ist in das ALLPRO-Akku-System von Stihl eingebunden, sodass Akkus geräteübergreifend genutzt werden können – ein Aspekt, der für Betriebe mit mehreren Akku-Geräten im Einsatz logistisch relevant ist.

Einordnung für die Praxis
Die Positionierung der MSA 260 C-O zielt klar auf Schwachholz und Durchforstungsbestände. Für schwere Fällarbeiten oder Starkholz ist das Gerät nicht ausgelegt – das ist keine Schwäche, sondern eine Spezialisierung, die in der Praxis Konsequenzen für die Gerätewahl hat. Betriebe, die beide Einsatzbereiche abdecken müssen, werden die Akku-Säge als Ergänzung im Maschinenpark führen, nicht als Ersatz für leistungsstärkere Benzinmodelle. Die Akkukapazität und Laufzeit pro Ladung nennt der Hersteller in Abhängigkeit vom eingesetzten ALLPRO-Akku – hier ist die konkrete Konfiguration entscheidend für die Planung von Arbeitseinsätzen ohne Unterbrechung.
Fazit
Die MSA 260 C-O liefert einen technisch nachvollziehbaren Ansatz für den Akku-Einsatz in der professionellen Forstwirtschaft. Der kalkulierte Kostenvorteil von über 3.300 € im ersten Betriebsjahr gegenüber dem Benzinpendant ist ein konkretes Argument für Betriebe, die ihre Betriebskosten systematisch erfassen.
Kurz gesagt
-
2 kW Leistung, 5,99 kg Einsatzgewicht – ausgelegt für Durchforstung und Schwachholzpflege
-
Austauschbares Kettenrad, integrierte Ölpumpe, digitales Bedienelement
-
Einbindung in das ALLPRO-Akku-System ermöglicht geräteübergreifende Akkunutzung


Portable Powerstation für den Außeneinsatz
Wer im Wald oder auf abgelegenen Flächen arbeitet, kennt das Problem: Kein Stromanschluss, keine Lademöglichkeit. Mit der PS 2000 reagiert Stihl auf diesen Bedarf – mit einer Powerstation, die sowohl Akkus speist als auch kabelgebundene Geräte versorgt.
Die PS 2000 vereint 2.000 Wh Kapazität mit 2.000 W Dauerleistung und 4.000 W Spitzenleistung in einem Gehäuse, das 32 kg auf die Waage bringt. Damit deckt das Gerät einen breiten Anwendungsbereich ab – von der Akkuladestation für handgeführte Maschinen bis zur Stromversorgung elektrischer Werkzeuge fernab jeder Infrastruktur. Der IPX4-Schutz sichert den Betrieb auch unter feuchten Bedingungen ab, wie sie in der Holzernte oder im Außeneinsatz regelmäßig auftreten.
Anschlüsse und Ladezeit
Das Gerät verfügt über USB- sowie AC-Anschlüsse, sodass unterschiedliche Verbraucher gleichzeitig betrieben werden können. Die Ladezeit bis zur vollen Kapazität beträgt 180 Minuten. Damit ist die PS 2000 vergleichsweise schnell wieder einsatzbereit – ein Faktor, der bei ganztägigen Einsätzen oder wechselnden Standorten relevant ist.
Verfügbarkeit und Preis
Die PS 2000 ist ab Juni 2026 im Handel erhältlich. Der Preis liegt bei 1.799,00 €.