Stihl MS 300 C-M im Test: Der neue Klassenprimus?
In der 50-cm³-Klasse hängt die Messlatte hoch. Hier treffen starke Schnittleistung, geringes Gewicht und die Anforderungen eines langen Arbeitstages unmittelbar aufeinander. Viele Forstprofis beginnen mit einer Säge dieser Klasse ihr Berufsleben – und bleiben ihr über Jahre treu.
Mit der MS 300 C-M greift Stihl genau dort an. Die neue Profisäge soll die Kraft einer Fäll- und Ablängsäge mit der Agilität einer Entastungssäge verbinden. Doch funktioniert dieser Spagat auch im Wald?
Auf dem Papier bringt sie einiges mit:
Die MS 300 C-M leistet 3,3 kW aus 53,2 cm³ Hubraum. Gleichzeitig fällt ihre Motoreinheit mit 4,8 kg auffallend leicht aus. Das ergibt ein Leistungsgewicht, mit dem sie selbst gegenüber etablierten Sägen ihrer Klasse ein deutliches Zeichen setzt.
Doch Daten allein entscheiden keinen Praxistest. Gerade beim Entasten zählen Balance, Beschleunigung und die Frage, wie kontrolliert sich eine Säge über Stunden um den Stamm führen lässt. Beim Fällen und Ablängen muss sie dagegen zeigen, wie sie sich unter Last im Holz verhält.
Drei Profisägen im direkten Vergleich
Wir haben die Stihl MS 300 C-M im Wald eingesetzt und sie mit zwei festen Größen ihrer Klasse verglichen: der Stihl MS 261 C-M und der Husqvarna 550 XP Mark II.
Dabei ging es nicht nur um Leistung und Gewicht. Entscheidend war das Gesamtpaket:
- Wie schlägt sich die MS 300 C-M beim Fällen, Ablängen und Entasten?
- Wie groß ist ihr Vorsprung gegenüber der etablierten Konkurrenz wirklich?
- Welche konstruktiven Details helfen im Arbeitsalltag?
- Wo offenbart die neue Stihl Schwächen?
- Und rechtfertigt das Ergebnis tatsächlich den Titel „Klassenprimus“?
Die MS 300 C-M hinterließ im Einsatz einen starken ersten Eindruck. Ob daraus am Ende tatsächlich der Klassensieg wird, entscheidet sich jedoch in den Messwerten, im direkten Vergleich und bei den Details, die erst während der Arbeit auffallen.
Den vollständigen Praxistest mit unseren Messwerten, dem Vergleich zur Stihl MS 261 C-M und Husqvarna 550 XP Mark II, allen Stärken und Kritikpunkten sowie dem abschließenden Testurteil liest Du in >> FESTMETER 2/2026.