Waldbrand - Feuer oder Humus?

Schlagabraum im Wald zu lassen kann als Totholz das Ökosystem fördern.
Bildquelle: BImA 

Gleichzeitig steigt aber auch in Mitteleuropa die Waldbrandgefahr immer stärker – was sich kaum mit Reisig verträgt. Was tun? 

Der Trend zu Waldbränden zeigt in Deutschland seit zwanzig Jahren stetig nach oben. Im Schnitt verbrennen hierzulande rund 1.000 ha jährlich, in Extremjahren wie 2022 waren es fast 4.300 ha, 2025 sogar fast 5.500 ha. Experten prognostizieren künftig ein ähnliches Risiko wie im mediterranen Raum. 

Für ein Feuer braucht es Brennstoff, Zündquelle und Sauerstoff. Sauerstoff lässt sich im Wald nicht vermeiden, Zündquellen kaum vollständig ausschließen. Die Forstwirtschaft muss sich also auf das brennbare Material konzentrieren. Totholz unterhalb der Derbholzgrenze erhöht die Brandlast stark – besonders wenn es in großer Masse und ausgetrocknet auf der Fläche liegt. 

Ungepflegte, stammzahlreiche Kiefernbestände sind besonders gefährdet. Regelmäßige Waldpflege durch Stammzahlreduzierung ist daher aktiver Waldbrandschutz. Laubholzreiche, mehrschichtige Bestände senken das Risiko zusätzlich. Ergänzend helfen Waldbrandwundstreifen und gezielte Laubholzriegel, die Feuer verlangsamen oder stoppen. 

Experten sehen Prävention als deutlich sinnvoller an als Investitionen in teure Löschflugzeuge. Doch leider gilt im Katastrophenschutz: „There is no glory in prevention."